Großübung an der Grundschule Haiming fordert Einsatzkräfte
Das angenommene Übungsszenario stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen: Nach einem Blitzschlag war im Dachstuhl der Grundschule ein Brand ausgebrochen. Gleichzeitig hatte die durch den Blitzschlag verursachte Überspannung einen Schwelbrand im Bereich der Heizungsanlage zur Folge. Zusätzlich teilte der für die Übung eingesetzte Schulleiter dem Einsatzleiter mit, dass sich noch insgesamt 13 vermisste Personen im stark verrauchten Schulgebäude befanden.
Aufgrund der Größe und Komplexität der angenommenen Einsatzlage wurde die Einsatzstelle in zwei Einsatzabschnitte unterteilt. Unterstützung erhielt der Einsatzleiter durch die im Landkreis Altötting eingeführte Führungsunterstützung. Diese dokumentierte den gesamten Einsatzverlauf, unterstützte bei der Koordination der eingesetzten Einheiten und nahm dem Einsatzleiter zahlreiche organisatorische Aufgaben ab.
Von allen beteiligten Feuerwehren wurden Atemschutztrupps in das verrauchte Schulgebäude geschickt. Ihre Aufgaben bestanden darin, die vermissten Personen zu suchen und zu retten sowie die Brandbekämpfung im Gebäude durchzuführen. Parallel dazu wurde ein Außenangriff zur Bekämpfung des angenommenen Dachstuhlbrandes aufgebaut.
Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung nutzten die Einsatzkräfte neben dem örtlichen Hydrantennetz auch den Haiminger Mühlbach. Von dort wurde das benötigte Löschwasser über eine längere Schlauchstrecke zur Einsatzstelle gefördert.
Im Verlauf der Übung konnten alle 13 vermissten Personen aus dem Schulgebäude gerettet werden. Die Rettung erfolgte sowohl durch die eingesetzten Atemschutztrupps als auch über die vor dem Schulgebäude in Stellung gebrachte Drehleiter. Anschließend wurden die geretteten Personen an die Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes übergeben, die deren Sichtung und weitere Behandlung übernahmen.
Vom guten und strukturierten Ablauf der Übung überzeugten sich vor Ort Kreisbrandrat Vincenzo Bucci, Kreisbrandinspektor Martin Estermaier, Kreisbrandmeister Thomas Mühlbauer sowie Haimings Bürgermeister Christian Szegedi.
Nachdem alle vermissten Personen gerettet und die angenommenen Brände gelöscht waren, konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Im Anschluss trafen sich alle Beteiligten im Feuerwehrhaus zur gemeinsamen Nachbesprechung. Bei einer von der Gemeinde Haiming spendierten Brotzeit und Getränken ließen die Einsatzkräfte die schweißtreibende, aber vor allem lehrreiche Übung Revue passieren.
Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Haiming, Michael Auer, bedankte sich bei allen beteiligten Einsatzkräften der Feuerwehren und des Bayerischen Roten Kreuzes sowie bei den Verletztendarstellerinnen und Verletztendarstellern für ihre Teilnahme und ihr Engagement. Sein Dank galt außerdem der Gemeinde Haiming für die Verpflegung und die Bereitstellung des Übungsobjekts.
Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam der Großübung mit Christoph Wagner, Stephan Rauschecker und Matthias Auer sowie Kreisbrandmeister Thomas Mühlbauer und Kommandant Michael Auer für die umfangreiche Vorbereitung und Durchführung der Übung.
Die Gemeinschaftsübung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die regelmäßige Zusammenarbeit der verschiedenen Feuerwehren und Hilfsorganisationen ist. Nur durch gemeinsames Üben können Abläufe gefestigt, die Kommunikation verbessert und die Einsatzkräfte bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet werden.
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Feuerwehr Haiming